Dienstag, 23. Februar 2021

Montagsfrage #46: Uninteressante Rezensionsanfragen



Wie geht ihr mit Rezensionsanfragen um, die uninteressant sind? Sagt ihr immer die Wahrheit und gebt zu, dass ihr kein Interesse habt?


Tatsächlich habe ich noch gar nicht so viel Erfahrung mit Rezensionsexemplaren und vor allem Rezensionsanfragen. Meistens schreibe ich die Verlage an und das bis jetzt auch nur über Bloggerportale. Da habe ich sogar meistens auch eine Zusage bekommen.
Direkte Anfragen habe ich bis jetzt erst zwei Mal bekommen. Das eine Mal war es von einer Agentin und das Buch klang sogar richtig spannend. Leider hatte ich auf meine Antwort nie eine Reaktion bekommen. Das zweite Mal war es eine Sammelmail einer Autorin, wo das Buch einfach mal überhaupt nicht zu meinen Interessen passte. Dementsprechend fiel auch meine Antwort aus: sehr knapp, mit dem deutlichen Verweis, dass sie bei einem genaueren Blick in meinen Blog wüsste, dass ihr Buch nichts für mich ist, allerdings immer noch mit einem Mindestmaß an Höflichkeit, die sich meiner Meinung nach auch gehört.
Ich denke, auch in Zukunft werde ich es ähnlich handhaben, auch wenn ich bei einigen anderen inzwischen gesehen habe, dass sie auf Sammelmails überhaupt nicht mehr reagieren. Ich denke, dass werde ich in Zukunft auch so machen. Vor allem, wenn nicht einmal der eigene Name auftaucht.
Wenn wenigstens mein Name auftaucht, auch wenn das Buch überhaupt nichts für mich ist, also sich der Schreibende wenigstens etwas mit mir beschäftigt hat, werde ich zwar antworten, aber mit Verweis auf die verfehlten Interessen ablehnen. Wozu sollte ich auch lügen? Ich habe über 260 ungelesene Bücher im Regal, für die ich schon kaum Zeit finde, wieso sollte ich da meine Zeit mit etwas verschwenden, dass mich nicht interessiert? Auch wenn ich das so nicht direkt sagen würde. Höflichkeit gehört sich einfach. Ich bin in Mensch, ich kann selbst nicht so gut zwischen den Zeilen lesen, deshalb versuche ich immer relativ direkt zu sein und freue mich, wenn andere Menschen das auch sind.
Natürlich kann es auch passieren, dass das Buch zwar ungefähr in die Richtung meines Beuteschemas fällt, aber knapp daran vorbeischrammt, z.B. Fantasy mit Vampiren, oder das Anschreiben sehr nett ist und persönlich geschrieben, dann fällt meine Antwort deutlich länger und konkreter aus, enthält aber immer noch eine Absage. Das gilt auch, wenn es sich um Folgebände handelt. Im Moment möchte ich nur Rezensionen zu ersten oder Einzelbänden schreiben, einfach, weil ich nicht genau weiß, wie ich Folgebände ins besondere in Bezug auf die Spoilergefahr angehen soll.
Nur dann, wenn das Buch wirklich meinen Geschmack entspricht und mich neugierig macht und ich auch die Zeit habe (was z.B. in der Prüfungsphase nicht gegeben ist oder wenn schon viele Rezensionsexemplare bei mir warten), dann werde ich zusagen. Ansonsten kann es auch aus Zeitgründen zu einer Absage kommen.
Für mich ist es dabei wichtig, zu sagen, warum ich die Anfrage ablehne. Wozu soll ich auch lügen? Am Ende ist s für beide Seiten besser, ehrlich zu sein. Schließlich sitzen an beiden Enden echte Menschen, die sich Zeit nehmen wollen (oder eben nicht) für eine Zusammenarbeit. Beide stecken Arbeit hinein. Beide verdienen Ehrlichkeit und Höflichkeit.

Und wie handhabt ihr das Thema, sollte es euch betreffen? Schreibt s mir gerne in die Kommentare. Hier geht es zum Mutterschiff bei Lauter&Leise. Bis zum nächsten Mal und vergesst nicht: Lest schön!
Eure Shannon

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