Freitag, 10. April 2020

*Rezension* Litersum - Musenkuss von Lisa Rosenbecker

Wie ihr seht, habe ich mich nun doch dazu durchgerungen, meine allererste Rezension zu schreiben. Ich habe ein wenig mit mir gehadert, ob ich es denn wirklich tun soll, weil ich eben bisher noch nie eine geschrieben habe und mir nicht so sicher bin, ob ich es denn wirklich kann. Also bitte reißt mir am Ende nicht den Kopf ab.

Ich habe für diese Rezension "Litersum - Musenkuss" von Lisa Rosenbecker ausgewählt, weil es als das Buch, was ich als letztes beendet habe (um genau zu sein heute morgen), mir natürlich noch am besten im Gedächtnis geblieben ist, mir auf der anderen Seite aber auch unheimlich gut gefallen hat. Ich tue dies, weil ich es gerne möchte und nicht, weil ich dazu von irgendjemandem beauftragt wurde.

Allgemeine Daten


Musenkuss (Litersum #1)Titel: Litersum - Musenkuss
Autorin: Lisa Rosenbecker
Verlag: Drachenmond-Verlag
erschienen: 16.10.2019 (Neuauflage von Malou - Diebin von Geschichten)
Genre: Urban Fantasy / Romantasy / Cozy Mystery
Seiten: 331 Seiten, zusätzlich 14 Seiten Leseprobe aus Magie aus Gift und Silber von Lisa Rosenbecker
ISBN: 978-3-95991-333-1
Preis: 14,90 €
 
 

Inhalt


*Litersum – Das Universum aller Buchwelten ist nur eine Tür weit entfernt …*

Malou Winters hat sich damit abgefunden, dass ihr Anti-Musen-Kuss die Ideen angehender Autoren auslöscht und sie diese Gabe zum Wohle des Litersums einsetzen muss.
Als der junge Detective Chris Lansbury von Scotland Yard sie jedoch verdächtigt, zwei Autoren ermordet zu haben, will sie das nicht auf sich sitzen lassen. Zusammen begeben sie sich über zwei Universen hinweg auf die Suche nach dem wahren Täter und stoßen dabei auf allerhand Lügen und Widerstände. Malous Verständnis vom Litersum wird auf den Kopf gestellt und bald weiß sie nicht mehr, wem oder was sie glauben soll.
Und dann ist da noch dieses verwirrende Herzklopfen, sobald sie sich in der Nähe des attraktiven, aber grimmigen Lansbury aufhält.
Ob auch das mit einem Kuss ausgelöscht werden kann?

Musenkuss ist eine überarbeitete Neuausgabe des Titels “Malou – Diebin von Geschichten”.
Sowohl Musenkuss als auch Musenfluch sind in sich abgeschlossen.

Meine Meinung


Wie ihr unschwer an der Einleitung erkennen könnt, hat mir das Buch richtig gut gefallen.
Malou, die die Geschichte als Ich-Erzähler erzählt, war mir mit ihrem schrägen Humor und insgesamt ihrer ganzen Art von Anfang an sympathisch. Ich finde sie als Figur realistisch dargestellt, ebenso wie auch alle anderen Figuren. Ihre Handlungsweise ist für mich nachvollziehbar, was mir bei Büchern immer ziemlich wichtig ist. Am Anfang ist sie sehr im Zweifel mit sich selbst und ihren Fähigkeiten, die sie selbst als böse und verabscheuungswürdig empfindet, da sie ja ganze Welten auslöscht. Als dann die Mordfälle beginnen und sie ins Fadenkreuz der Polizei gerät, wird sie immer verzweifelter und ängstlicher, was man nur verstehen kann, im selben Atemzug wird sie aber auch immer selbstsicherer, wütender und beginnt einiges über das Litersum aufzuklären. Wütender vor allem deshalb, weil immer mehr Ungerechtigkeiten ans Licht kommen, was auf Seite 248 zu einem epischen Wutausbruch führt, der meiner Meinung nach längs überfällig war.
Die zweite wichtige Person ist der Detective Chris Lansbury, der am Anfang mit seiner griesgrämigen und düsteren Art recht unsympathisch rüberkommt, was sich allerdings schnell ändert, wenn man ihn etwas näher kennen lernt, da er diese Fassade nur bei der Arbeit trägt. Er war mir spätestens dann sympathisch, als man seine Begeisterung für Bücher bemerkte und er vorschlug, "Castle" zu schauen, eine Serie, die ich auch ziemlich gefeiert habe (auch wenn ich bis heute das Ende nicht verstehe, aber das ist ein anderes Thema). Zwischen den beiden entwickelt sich eine wirklich süße Liebesgeschichte, abgesehen davon, dass die beiden sowieso relativ eng zusammenarbeiten müssen, um die Morde letztendlich aufzuklären. Ich bin ja eigentlich kein großer Fan von Liebesgeschichten, aber an der Stelle hat sie mir sehr gut gefallen.
Die beste Figur im ganzen Buch ist und bleibt aber Malous Kater Sheldon. Diese Katze ist der Hammer! Ich meine, ein Kater mit "Lucifer" als Lieblingsserie und insgesamt einem Verhalten wie eine Diva? Göttlich! Ich glaube, sämtliche Lacher, die mir dieses Buch entlockt hat, stehen im Zusammenhang mit diesem Kater.

Die Morde, die ja ein Hauptteil der Handlung einnehmen, beginnen relativ bald, nachdem die Welt und Malous Fähigkeiten als Anti-Muse eingeführt wurden. Ich bin nicht so der größte Krimi-Kenner, aber ich fand sie gut eingeführt, schlüssig aufgebaut und die Auflösung war wirklich überraschend, welche nochmal zu einem guten Kampf geführt hat, wie es sich gehört.

An sich ist es kein Buch über die griechische Mythologie, aber dadurch, dass die Musen als Fähigkeiten eine wichtige Rolle spielen, lernt man auch einiges über die ursprünglichen neun Musen und über Mnemosyne, die Göttin der Erinnerung, welche im Buch auch eine wichtige Rolle spielen. wenn auch nicht so, wie man denkt.

Ich finde es cool, dass auf einige gängige Serien und Bücher eingegangen wird: Castle, Lucifer, James Bond, Ich - einfach unverbesserlich und natürlich Sherlock Holmes, da Malous beste Freundin Emma Miller alias Emma Holmes ein riesiger Fan von diesem ist. Man muss in dem Zusammenhang nichts über diese Werke wissen, aber es ist schon lustig, wenn Bezug auf sie genommen wird.

Hier noch einige meiner Lieblingszitate:

"Mein Name ist Winters, Malou Winters, und ich habe die Lizenz zum Küssen." (Seite 5)

"Reiß dich zusammen, Malou. Wer die Minions nicht leiden kann, ist doof!" (Seite 50)

"Das, Sherlock, ist mein Kater Sheldon. Wo ich hingehe, geht auch er hin. Ich akzeptiere keine Widerrede, außer sie ist mit einer Katzenhaarallergie begründet, und selbst dann würde ich dich einfach mit Antihistaminspray vollpumpen, ehe ich ihn wo anders unterbringe." (Seite 134)

" 'Das Einzige, was ich höre, ist diese schrecklich schiefe Version von Stand by me, die dein Kater hier gerade zum Besten gibt. Ich ... aua! Jetzt hat er mich in den großen Zeh gebissen! Jaja. Selbst Schuld. das kommt davon, wenn man in Zehen beißt, die fast acht Stunden in Schuhen gesteckt haben. [...] Meinst du, ich brauche Topflappen, um Sheldon in seine Box zu kriegen? Er schaut mich so an, als würde er mich jeden Moment wieder beißen. [...] Ich habe Kaffee getrunken. Einmal und nicht wieder, das sage ich dir. Könnte sein, dass Sheldon auch was davon hatte. Sicher bin ich mir nicht.' [...] Männer konnte man nicht mal einen Tag lang allein lassen. Offenbar war in Lansburys Wohnung das Chaos ausgebrochen. Und das nach nur einem Tag und wegen eines Kaffees." (Seite 205-206)

"Klappe, ihr Hormone! Jetzt wird gearbeitet." (Seite 266)

An dieser Stelle vielleicht nicht das ausschlaggebenste, aber die Gestaltung des Buches fand ich auch absolut super. Das Cover von Alexander Kopainski ist richtig schön und ich finde es cool, dass auf jeder Seite oben ein schwarz-weiß Print von Buchrücken zu sehen ist. Ich hatte ja schon mal gesagt, dass ich die Cover vom Drachenmondverlag meisten ziemlich gut gelungen finde.

Insgesamt fand ich das Buch ziemlich spannend durch die Mordfälle, ihre Aufklärung und die ganzen Geheimnisse, die sich ums Litersum drehen, aber auch witzig, vor allem wenn der Kater vorkam. Von mir bekommt dieses Buch:
5 von 5 Sternen

Wie fandet ihr diese Rezension? Hilfreich? Oder zu viel Gequatsche? Zu viel Info oder zu wenig? Schreibt mir bitte in die Kommentare, was ich das nächste Mal besser machen kann? Oder habt ihr gar nichts zu meckern?
Eure Shannon

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